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Gefährliche Sonnenschutzmythen

24. September 2015 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Falsche Fakten über den richtigen Sonnenschutz halten sich hartnäckig. Doch nur, wer sich richtig vor der Sonne schützt, kann dem Risiko entgegen wirken, im späteren Leben an Hautkrebs zu erkranken.

  • Die Angabe „wasserfest“ auf Sonnencremes bedeutet nicht etwa, dass der Schutz im Wasser voll erhalten bleibt. Lediglich 50 Prozent des ursprünglichen Sonnenschutzes müssen diese Produkte laut Richtlinien nach etwa einer halben Stunde im Wasser noch aufweisen. Erneutes Cremen nach dem Baden ist also ein Muss. Nicht zuletzt, weil etwa 80 Prozent der Sonnencreme nach dem Abtrocknen im Handtuch verbleiben.
  • Öfter eincremen heißt nicht, dass man länger vor der Sonne geschützt ist. Multipliziert man die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme, so ergibt sich jene Dauer, der sich ein Mensch der Sonne aussetzen kann. Das wiederholte Auftragen ändert an dieser Schutzzeit nichts, sie wird lediglich aufrechterhalten.
  • Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser der Schutz? Stimmt. Bei der Auswahl des Produktes gilt es, auf den LSF zu achten. Bis zu einem LSF von 50 korreliert ein höherer Wert mit einem besseren Schutz, ab LSF50 ist kein nennenswerter Mehrwert zu verzeichnen. Kleidung allein bietet keinen optimalen Schutz. Die meiste Sommerkleidung bietet kaum einen LSF von 15. Als Faustregel gilt: je dunkler die Farbe, desto höher der UV-Schutz.
  • Anders als häufig geglaubt, sollte auch bei bewölktem Himmel sowie im Schatten Sonnenschutz aufgetragen werden, denn hier dringen noch 70 bis 90 Prozent, im Schatten 50 Prozent der UV-Strahlen auf die Haut. Und auch beim Baden gelangen noch 60 Prozent der Strahlung durch das Wasser.
  • Ein weiterer Mythos besagt, dass junge Haut Sonnenbrand besonders gut wegsteckt. Jedoch ist hier genau das Gegenteil der Fall. So ist Kinderhaut besonders gefährdet, da viele Schutzmechanismen noch nicht fertig ausgebildet sind. Kinderhaut sollte daher besonders gut vor der Sonne geschützt werden.
  • Selbst wer nie einen Sonnenbrand bekommt, sich aber über Jahre der UV-Strahlung aussetzt, kann an Hautkrebs erkranken. Um sich optimal zu schützen, sollte neben Sonnenmilch lange Kleidung getragen werden. In der Mittagszeit sollte man die Sonne komplett meiden. Sonnenschutz braucht man nur im Urlaub? Falsch gedacht. Besonders Kinder halten sich häufig im Freien auf, wovon nur ein geringer Teil auf die Urlaubszeit entfällt. Aber auch Erwachsene, die die Mittagspause für ein kurzes Sonnenbad nutzen, sollten ihre Haut vor den UV-Strahlen der Sonne schützen, denn die Haut vergisst nie.
  • Anders als häufig angenommen, schützt das Vorbräunen im Solarium nicht vor einem späteren Sonnenbrand. Im Gegenteil: Da die Geräte mit UVA-Strahlen arbeiten, schädigen sie die Haut zusätzlich und tragen zur Hautalterung bei. Bei der Wahl der Sonnencreme sei daher zu beachten, dass sie einen UVA- und einen UVB-Filter enthält.
  • Die Sonnencreme vom letzten Jahr sollte nicht mehr verwendet und angebrochene Tuben innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden. Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Es besteht kein Zusammenhang zwischen Preis und Qualität. Da der LSF normiert ist, bieten günstige Produkte den gleichen Lichtschutz wie teure.

Für eine umfassende Vorsorge bei Erwachsenen dient das Hautkrebsscreening, das gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos nutzen können. Hierfür können sich die Patienten an ihren Haut- oder Hausarzt wenden.

Quelle: Stern online, Juli 2015

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