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Autor: Gugu |
Bin 61, Ich hatte einen wenige mm großen Morbus Bowen am Rumpf, nahe der Brust, an einer Stelle, die seit 40 Jahren keine Sonne gesehen hat. Er konnte vollständig herausoperiert werden und am übrigen Körper wurde nichts gefunden. Hautarzt meinte, ich solle halbjährlich zur Vorsorge kommen, ansonsten sei die Sache abgeschlossen und ich solle mir keine Sorgen machen. Trotzdem bin ich verunsichert....haben Sie eine Idee, woher das kommt? Bin als Kind sehr viel mit freiem Oberkörper in der Sonne gewesen... Bin ich jetzt auch anfälliger für andere Krebsarten? Vielen Dank!! |
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Expertenteam WeisserHautkrebs.de Experten Beiträge:506 | 2025-08-12 |
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Sehr geehrte/r Gugu, Morbus Bowen ist eine frühe Form des hellen Hautkrebses (Plattenepithelkarzinom in situ). Er sitzt nur in der obersten Hautschicht (Epidermis) und breitet sich nicht in tiefere Schichten oder in andere Organe aus, solange er rechtzeitig entfernt wird.. Wenn – wie bei Ihnen – der Befund komplett herausoperiert wurde, gilt er als geheilt. Ein Morbus Bowen kann auch an Körperstellen entstehen, die wenig oder gar keine Sonne sehen oder gesehen haben. Wer einmal hellen Hautkrebs oder dessen Vorstufe hatte, hat ein erhöhtes Risiko, im Laufe der Zeit noch einmal einen hellen Hautkrebs zu entwickeln – vor allem an sonnenexponierten Stellen. Das ist auch der Grund, warum Ihr Hautarzt die halbjährliche Kontrolle empfiehlt. Für andere Krebsarten im Körper besteht kein erhöhtes Risiko. Morbus Bowen ist lokal begrenzt und kein Hinweis auf eine generelle Krebserkrankung. Das Wichtigste ist, Ihre Haut regelmäßig selbst zu beobachten und verdächtige Veränderungen zeitnah dem Hautarzt zu zeigen. Dr. Uwe Schwichtenberg | |
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