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Expertenrat zur Behandlung von Frühformen des weißen Hautkrebses (Aktinische Keratosen)

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Thema: Klysiri Behandlung
2025-11-07
Autor:
RU
Guten Tag,


vor 8 Jahren wurde bei mir (männlich, 63 Jahre) ein malignes Melanom in einem sehr frühen Stadium entfernt. Seit dem entwickeln sich die beobachteten Muttermale (ca. 20) ausnahmslos positiv. Einige wenige Muttermale wurden in den letzten Jahren in den Beobachtungszyklus neu aufgenommen, andere wurde von der Liste gestrichen. Vor zwei Jahren wurde dann ein Morbus Bowen entfernt. Grundsätzlich habe ich lt. meiner Hautärztin einige genetische Vorbelastungen, die auch zu anderen Hautveränderungen führen, wie z.B. seborrhoisches Ekzem auf der Brust, Altersflecken, Blutschwämmchen etc..

Bei der letzten Vorsorgeuntersuchung hat meine Hautärztin eine AK am Wangenknochen festgestellt, die mit Klysiri behandelt werden soll. Ich werde die Behandlung während eines Aufenthaltes an der Nordsee beginnen, und beabsichtige, Klysiri nachts aufzutragen. Ich habe bereits im Forum gelesen, dass der unvermeidliche Kontakt mit dem Kopfkissen die Behandlung nicht beeinträchtigen soll. Kann ich tagsüber eine Sonnencreme benutzen?

Meine Hautärztin warnte vor teilweise deutlichen Nebenwirkungen. Welche sind tolerabel, bei welchen sollte ich die Behandlung abbrechen bzw. unmittelbar Kontakt zur Praxis aufnehmen?

Kann die o.g. Vorgeschichte bzw. meine individuelle Veranlagung eine bösartige Veränderng des AK begünstigen?

Freundliche Grüße und vielen Dank für Ihre Arbeit
Expertenteam WeisserHautkrebs.de

Experten
Beiträge:506
2025-11-10

Sehr geehrte/r RU, 


sie können tagsüber eine Sonnencreme auftragen. 


Diese Reaktionen treten bei den meisten Patienten auf und gehören zur Wirksamkeit der Therapie:

- Rötung (Erythem) der behandelten Hautstelle

- Schuppung, Schorfbildung, leichte Krustenbildung

- Brennen, Jucken oder Spannungsgefühl

- Leichte Schwellung


Diese Beschwerden beginnen meist am 2.–3. Tag der 5-tägigen Behandlung und klingen in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen nach Therapieende wieder ab.


Bitte kontaktieren Sie Ihre Hautärztin, wenn Sie Folgendes bemerken:

- Starke Schmerzen, die Sie im Alltag beeinträchtigen

- Deutliche Schwellung, Blasenbildung oder Nässen/Verkrusten größerer Flächen

- Offene Wunden, Eiterbildung oder Anzeichen einer Infektion (z. B. Gelbverfärbung, Fieber, Lymphknotenschwellung)

- Unerwartet starke Reaktion außerhalb des Behandlungsfeldes (z. B. rote Flecken weit über die Stelle hinaus)


In diesen Fällen sollte die Behandlung sofort pausiert werden, bis ärztlich entschieden ist, ob sie fortgesetzt werden darf.


Wenn die AK als solche diagnostiziert und dann erfolgreich behandelt wurde, kann sie nicht mehr entarten. 


Dr. Uwe Schwichtenberg

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