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Expertenrat zur Behandlung von Frühformen des weißen Hautkrebses (Aktinische Keratosen)

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Thema: Aktinische Keratose oder Plattenepithelkarzinom
2025-10-28
Autor:
Maria
Hallo,
ich habe seit 5 Jahren eine rauhe Stelle an der Nase. Zuerst wurde es als trockene Hautstelle diagnostiziert. Es wurde Bebanthen empfohlen. Da die Stelle größer wurde bin ich erneut zum Dermatologen. Es ist wohl eine Aktinische Keratose ( Hautprobe als Abtragung ist geplant).
In letzter Zeit ist die Stelle etwas größer geworden ( ca 0,5 cm). immer rot und sie heilt nicht zu, bzw. braucht Wochen bis sie zuheilt und ist dann wieder offen. Blutet aber nicht. Die Stelle ist kreisförmig und etwas verhornt an einer Seite. Man sieht wie sozusagen eine Hautschicht fehlt, offen ist. Die Ärute meinen, das ich es vielleicht aufkratze. Tagsüberist dies nicht der Fall aber es könnte ja Nachts passieren.
Der Dermatologe hat mit dem Auflichtmikroskop Kapillare entdeckt.
Jetzt mache ich mir Sorgen, dass es schon ein Stachelzellkarzinom sein könnte. Was meinen sie dazu?
Die Therapie ist geplant mit Tolac oder Photodynamische Therapie, wobei die tageslichtvariante leider nicht ausreichen wird, laut Dermatologen.
Also würde es mit Rotlicht gemacht werden. Ist das sehr schmerzhaft ( der Arzt meint ich könnte vorher 600 Ibu nehmen?)
Meine Frage:
Könnte es schon entartet sein? ( die Biopsie ist keider erst in 6 Wochen)
Wie sieht die Prognose aus?
Sind beide Therapien gleich wirksam oder ist die PDT wirksamer.
Wie sieht die Haut während der Behandlungszeit bei den zwei Varianten aus und wie kange dauert es bis es abgeheilt ist?
Kann man das ganze irgendwie abdecken mit Kosmetik ( Ich arbeite im Dienstleistungsbereich)
Wie schmerzhaft ist die Behandlung?

Vielen lieben Dank für ihre Antworten.


Expertenteam WeisserHautkrebs.de

Experten
Beiträge:506
2025-11-03

Sehr geehrte Maria, 


Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer aktinischen Keratose (AK) ein Plattenepithelkarzinom entsteht, ist insgesamt eher gering.


Ein höheres Risiko besteht z.B. wenn:

- die AK stark verhornt, entzündet oder blutend ist

- die AK wiederholt auftritt oder trotz Behandlung persistiert,

- eine Immunsuppression vorliegt (z. B. nach Organtransplantation),

- oder wenn viele AKs gleichzeitig bestehen (Zeichen chronischer UV-Schädigung).


Sie haben bereits die wichtigste Maßnahme eingeleitet, den Termin zur Probebiospie. Das Ergebnis dieser Untersuchung entscheidet dann zusammen mit dem klinischen Befund (also wie die Stelle an der Nase genau aussieht) über die dann folgende Therapie. 


Bis zur Biopsie kann die Stelle sanft kosmetisch abgedeckt werden. Am Tag der Biopsie sollte keine Kosmetik aufgetragen sein.


Dr. Uwe Schwichtenberg

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