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Initiative weißer Hautkrebs

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Heller Hautkrebs nach wie vor unterschätzt
8. Juni 2017 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Während das maligne Melanom, also der sogenannte schwarze Hautkrebs, auch in der Bevölkerung hinlänglich bekannt ist, stellt der helle Hautkrebs für die meisten keinen Begriff dar. So ist lediglich rund 25 Prozent der Bevölkerung bekannt, dass sich hinter der sogenannten aktinischen Keratose eine Frühform des hellen Hautkrebses verbirgt.

Experten gehen derzeit davon aus, dass circa 240.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr neu an hellem Hautkrebs erkranken, rund vier Millionen Deutsche sind zurzeit betroffen. Somit kommt heller Hautkrebs etwa sieben- bis achtmal häufiger vor als schwarzer Hautkrebs. Ursache für die Entstehung von hellem Hautkrebs sind vor allem die UV-Strahlen der Sonne. Deshalb ist es wichtig, den Sonnenschutz beim Gang ins Freie zur Routine werden zu lassen. Dazu zählt vor allem UV-dichte Kleidung, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung. Freie Hautstellen werden am besten großzügig mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt.

Früh erkannt, lässt sich eine aktinische Keratose gut therapieren. Sobald der Tumor allerdings die Basalmembran also die obere Hautschicht überwunden hat, wird er invasiv. Dann wandelt er sich in ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom und kann sogar in andere Körperteile streuen. Betroffene Areale sollten deshalb frühzeitig großflächig behandelt werden, um eine Invasion in tieferliegendes Gewebe zu verhindern. Hierzu stehen dem Behandler unter anderem wirkstoffhaltige Cremes und Gele zur Verfügung.

Um Veränderungen an der Haut frühzeitig erkennen und schließlich zu behandeln, ist es wichtig, sich regelmäßig von einem Hautarzt untersuchen zu lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre die Kosten für ein Hautkrebsscreening beim Dermatologen.

Quelle: Haut, August 2016

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